Team Falk-PANTERA-Marin

Neben Studium, Ausbildung und Beruf erfolgreich im Rennsattel

Mit neuem Namen „Falk-PANTERA-Marin-Team“ ging die 2010 gegründete Herpersdorfer Radsport-Mannschaft inzwischen in ihre fünfte Rennsaison. Neben den traditionellen Farben weiß, blau und schwarz strahlt nun auch ein kräftiges Rot vom neuen Renntrikot; die Farbe des neuen Co-Sponsors Falk-PANTERRA, der 2013 ein Radler-Navigationsgerät auf den Markt brachte. Das Herpersdorfer Team hat damit einen weiteren kompetenten Partner gefunden. „Das „Pantera“ hat sich inzwischen bereits als vielseitiger Trainingshelfer bewährt, mit dem wir uns optimal auf die Rennen vorbereiten“, ziehen die Rennfahrer eine sehr positive Bilanz. Als treue Hauptsponsoren unterstützen seit der Gründung des Teams weiterhin der Fahrradhersteller MARIN und die „Scuderia-Auto-Neuser“, des Altmeisters Fritz Neuser, die Herpersdorfer Rennmannschaft.

Die ehrgeizigen fränkischen Rad-Amateure, die oft auch als „Studenten-Team“ bezeichnet werden, wollen auch in dieser Saison an ihrem bisher bewährten Konzept festhalten. „ Wir sind weiterhin eine Renngemeinschaft mit lupenreinen Amateuren die den Radrennsport neben ihrem Studium, der Schul- oder Berufsausbildung als Hobby betreiben“, betont der angehende Mediziner Peter Renner (26) , der erfolgreich im Sattel sitzt und sich mit dem Chemie-Studenten Fabian Holzmeier (26) die umfangreiche Arbeit der Teamleitung und Organisation teilt. Dass der Radsport nicht immer Vorrang haben kann, wissen beide sehr gut aus eigener Erfahrung. „ Wenn bei unseren Fahrern wichtige Prüfungen anstehen gibt es zwangsläufig Trainings- und auch mal Rennpausen“, erklärt Peter Renner, der deshalb beim bayerischen Saisonauftakt in Augsburg/Zusmarshausen ebenso fehlte wie der 26-jährige Elektronik-Student Florian Völk. Umso mehr freuen sich die Herpersdorfer Cracks, wenn sie im Laufe der Saison wieder mit dem kompletten Team an den Start gehen können. „Wir sind mit neun erfahrenen und erfolgreichen Rennfahrern gut aufgestellt. Man wird uns zwangsläufig ernst nehmen müssen“, warnt Peter Renner die Konkurrenz, nachdem auch heuer die obligatorischen ärztlichen Untersuchungen bei allen Fahrern sehr gute Werte erbrachten. Wie in den Vorjahren absolvierte das Team bei seinem Erlanger Partner „IQ-Move“ unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Lochmann und Dr. Leonhard Fraunberger eine professionelle Leistungsdiagnostik. „Das umfangreiche Diagnose-Programm mit Laktat-Untersuchungen, mit einer Lungenfunktionsprüfung, einer Körperfettanalyse und einer Atemgasanalyse war für die Planung und den Umfang des individuellen Trainings der Fahrer wieder sehr aufschlussreich“, betont Peter Renner, der für die neue Saison ein abwechslungsreiches Rennprogramm vorbereitet hat. „ Auch heuer wird sich das Team wieder vor allem auf die Straßen- und Rundstreckenrennen der höchsten Amateurkategorie in Süddeutschland fokussieren. Auch die eine oder andere internationale Rundfahrt ist wieder geplant“, sagt Peter Renner. Wie in den Vorjahren geht das Team bestens ausgestattet in die neue Saison. Bernd Adamski versorgt die Herpersdorfer Mannschaft auch 2014 großzügig mit hochwertigem Rennmaterial der Firma Marin. Ergänzend dazu unterstützt er die Rennmannschaft auch weiterhin finanziell und sponsert ihren PKW-Fuhrpark. Seine große Liebe zum Radsport stellt auch weiterhin der zwölffache Deutsche Meister Fritz Neuser unter Beweis, der die Leistungen der jungen Sportler wie kaum ein anderer zu schätzen weiß ( siehe Interview mit Fritz Neuser).

Das Team „Falk-PANTERA-Marin“ besteht 2014 aus den bisherigen acht Fahrern Peter Renner, Florian Völk, Fabian Holzmeier, Maximilian Hornung, Benjamin Korndörfer, Wolfgang Brandl, Leonardo Sansonetti und Friedrich Meingast. Nicht mehr dabei ist leider Christopher Schunk. Der schnelle Sprinter der Mannschaft hat mit Rücksicht auf seine Ausbildung seine Karriere beendet. Neu, bzw. wieder hinzugekommen, ist Christoph Schwerdt. Der 29-jährige Inhaber des Fahrrad-Fachgeschäfts „Radsport-Duschl“, der in den beiden letzten Jahren vorrangig als Steher am Reichelsdorfer Keller fuhr, hat sich zu einem Comeback im Straßenrennsport entschlossen. „ Rundstrecken- und Straßenrennen reizen mich noch immer sehr “, sagt der gebürtige Schwabacher, der vor vier Jahren das „Team-Marinbikes“ gründete und dazu die ersten Kontakte zu den Sponsoren knüpfte.

v.l.n.r.: Leonardo Sansonetti, Fabian Holzmeier, Friedrich Meingast, Wolfgang Brandl, Benjamin Korndörfer, Peter Renner. Christoph Schwerdt. Maximilian Hornung und Florian Völk.
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Altmeister Fritz Neuser: „ Ich bewundere diese jungen Sportler“!

In seiner außergewöhnlichen Radsport-Karriere holte der Olympia-Teilnehmer Fritz Neuser in den 1950er-Jahren zwölf Deutsche Meistertitel für den RC Herpersdorf. Seine große Begeisterung für den Radsport hat sich der Altmeister, der am 14. April seinen 82. Geburtstag feiert, bis heute bewahrt. Seit 2010 unterstützt er das Herpersdorfer Amateur-Team als Sponsor. Darüber hinaus sind sein Rat und sein Urteil im fränkischen Radsport noch immer gefragt.

Was hat sich Ihrer Meinung nach im Radsport am meisten verändert, im Vergleich zu früher?

Natürlich unheimlich viel, denn wir haben ja heute eine ganz andere Zeit und völlig andere Umstände als in den 1950er-Jahren. Vor allem die Straßen waren früher viel schlechter und die Rennmaschinen noch wesentlich schwerer. Doch was sich bis heute überhaupt nicht verändert hat, ist die Tatsache, dass der Radsport, insbesondere der Straßenrennsport, eine der schönsten und zugleich auch der härtesten Arten des Leistungssports geblieben ist.

Sie sponsern das Herpersdorfer Team Falk-PANTERA-Marin nun schon im fünften Jahr. Wie beurteilen Sie die leistungsmäßige Entwicklung der Mannschaft und ihrer Fahrer?

Ich muss es immer wieder bewundern, dass sich diese Jungs in der heutigen Zeit, in der sich bei jungen Leuten fast alles nur um Vergnügen und Spaß dreht, in ihrer Freizeit so eisern quälen, so hart trainieren und dabei auch noch diese Begeisterung aufbringen. Dabei darf man nicht vergessen, dass sie alle echte Amateure sind, die fleißig lernen, studieren oder arbeiten und auch dabei vollen Einsatz zeigen.

Durch zahlreiche Doping-Skandale vieler Top-Profis hat der Radsport in den letzten Jahren viel von seinem einst guten Image verloren. Seitdem gibt es in Deutschland weniger Radrennen und kaum noch Radsport im deutschen Fernsehen. Wie sehen Sie die aktuelle Situation?

Leider treffen die vielen Einschränkungen nicht nur die eigentlichen Sünder, sondern vor allem den Radsport im Allgemeinen. Firmen und Sponsoren sollten deshalb nun erst recht die deutschen Rad-Amateure, die Radsport-Vereine und die vielen jungen Nachwuchs-Sportler fördern und unterstützen.

Würden Sie als Jugendlicher heute wieder mit dem Radrennsport beginnen?

Selbstverständlich, denn der Radsport ist nach wie vor eine großartige Sportart. Als junger ehrgeiziger Fahrer hat man heute doch ganz andere Möglichkeiten als zu meiner Zeit. Wenn ich da nur an die tolle Ausrüstung denke, die es heute gibt, gerate ich sofort ins Schwärmen.

Interview: Manfred Marr

Der 12-fache Deutsche Meister Fritz Neuser