Die Radsportler und ihre Fans trotzten der Hitze

Christoph Hench (Team Jäger und Keppel-Wippotec) gewann das 32. Laufer Radrennen „Rund um die Heldenwiese“ vor Peter Renner ( Team Marinbikes) und Arnold Fiek (Team Rothaus). Die beiden Nachwuchsrennen dominierten Dominik Uhlig (Team E-Racers Top Level Augsburg) in der der Klasse U15 und Henri Uhlig (RSC Kehlheim), der bei den jüngsten Teilnehmern des Tages den Wettbewerb der Klasse U13 gewann und sich damit seinen zehnten Saison-Sieg holte!

Das schnelle Sieger Duo Hench u. Renner

Im Hauptrennen der Männer-Eliteklasse drückten die Asse des RSV Passau , das Team „Erdgas Schwaben“ und das Herpersdorfer „Team-Marinbikes“ als stärkste Mannschaften sofort nach dem Start erbarmungslos auf das Tempo. Erste Vorstöße fuhren zunächst Fabian Holzmeier (Tema Marinbikes), Maik Haman ( Radler-Express Feucht) und Benedikt Philipp ( (Team Erdgas Schwaben). Doch das Feld reagierte prompt und holte die Ausreißer schnell wieder zurück. Mehr Glück hatte danach eine Spitzengruppe mit sechzehn Fahrern, in der Arnold Fiek (Team Rothaus), Sebastian Wagner (Die Schwalben München), Thomas Krön (RMC Concordia Strullendorf) Mathias Peter ( RSV Passau) zusammen mit Christoph Hench und Peter Renner für hohes Tempo sorgten. Die Vorentscheidung des sehr schnellen Rennens fiel in der 18. der insgesamt 35 Runden als sich Christoph Hench und Peter Renner mit einem rasanten Zwischensprint aus der Spitzengruppe verabschiedeten. Christoph Hench, Dritter der bayerischen Straßenmeisterschaft und Peter Renner, Bayerns Vizemeister im Zeitfahren, legten gemeinsam ein höllisches Tempo vor und bauten ihren Vorsprung Runde um Runde aus. Im Hauptfeld, das inzwischen wesentlich kleiner wurde, bewachten Renners Teamkameraden perfekt die Konkurrenten, wobei vor allem Benjamin Korndöfer, Fabian Holzmeier und Leonardo Sansonetti etliche Attacken sicher abwehrten. Die Spannung stieg als die beiden Spitzenreiter Christoph Hench und Peter Renner, die sich perfekt ergänzten, in die letzten Runde gingen. Beide verzichteten auf eine riskante Attacke und verließen sich auf ihre Sprintqualitäten. Auf den letzten 200 Metern hatte Christoph Hench die größeren Reserven. Mit mehreren Radlängen Vorsprung verwies er den sichtlich enttäuschten Peter Renner sicher auch den Ehrenplatz. „ Ich habe gehofft, dass es am Ende im Sprint reichen würde, doch Christoph hatte einfach noch mehr Körner“, stellte Peter Renner im Ziel neidlos fest. Der 27-jährige Zeitfahr-Spezialist, dessen erfolgreiche Radsportkarriere einst bei der RSG Lauf begann, belegte bei seinem Heimspiel wie schon im Jahr 2010 erneut „nur“ den zweiten Platz. Sieger Christoph Hench aus Miltenberg hatte für ihn tröstende Worte parat:“ Peter hat heute eine tolle Leistung gezeigt. Ohne ihn wäre die Attacke sicher gescheitert“.

Einen rasanten Sprint um Platz drei lieferte sich die kleine Verfolgergruppe. Dabei hatte Arnold Fiek (Team Rothaus) die schnellsten Beine. Er verwies Dario Rapps (Team Heizomat) und Leonardo Sansonetti (Team-Marinbikes) mit knappem Vorsprung auf die nächsten Plätze. Lokalmatador Jan Wälzlein war mit Platz zwölf sicher nicht zufrieden. Der erst 20-jährige Kirchensittenbacher, der seit dieser Saison erfolgreich für das Team Heizomat startet, hatte seine derzeit gute Form in den letzten Wochen mit einem Sieg in Herzogenaurach und mit Platz vier beim Bundesliga-Rennen in Konstanz bewiesen. Beim Laufer Rennen war sein Team am Samstag nur mit zwei Fahrern vertreten. Jan Wälzlein, der unermüdlich kämpfte, fehlte neben der Teamunterstützung auch das nötige Quäntchen Glück. Alle 28 Fahrer, die nach 70 Kilometern die brutale Hitzeschlacht beendeten hatten sich den Beifall der treuen Radsportfans verdient, die bei 38 Grad ebenso wacker aushielten!

Siegerehrung der Männer-Eliteklasse

RSG-Boss Dietel stolz: „ Unser Rennen ist inzwischen eines der ältesten in Bayern
Trotz der hochsommerlichen Temperaturen konnte die RSG Lauf im Hauptrennen der Männer-Eliteklasse mit 64 Teilnehmern mehr Fahrer als im Vorjahr an den Start bringen. Das ist ein klarer Beweis dafür, dass unser Rennen mit der anspruchsvollen 2000-Meter-Runde bei den Fahrern sehr beliebt ist“, freute sich der RSG-Vorsitzende Gerhard Dietel, der mit seinen Getreuen wiederum für eine perfekte Organisation der drei Wettbewerbe sorgte. Dass die Zuschauerkulisse diesmal wesentlich dünner als gewohnt ausfiel überraschte Gerhard Dietel nicht: „ Bei derartigen Temperaturen verzichteten natürlich etliche Radsportfans, vor allem auch viele, die sonst aus der weiteren Umgebung zu uns kommen auf einen Besuch“. Gerhard Dietel konnte trotzdem eine insgesamt positive Bilanz ziehen: „ In allen drei Wettbewerben wurde erneut spannender und interessanter Sport geboten. Einige Unfälle, die bei solchen Rennen leider dazu gehören, sind glimpflich verlaufen. Nachdem bundesweit die Radrennen leider immer weniger werden, sind wir stolz darauf, dass unsere Veranstaltung noch immer stattfindet, inzwischen zählt sie zu den ältesten in Bayern“. Gerhard Dietel vergisst dabei nicht seine wichtigsten Helfer und Partner zu loben: „Mein ganz besonderer Dank gilt wie in jedem Jahr wieder der Freiwilligen Feuerwehr Heuchling, ohne deren zuverlässige Hilfe und Mitarbeit die Rennen nicht stattfinden könnten.“ Einziger Wermutstropfen bleibt für den RSG-Boss die Tatsache, dass diesmal kein Fahrer im Trikot der RSG Lauf am Start war. „ Unser erfolgreicher Senior Andreas Dietel muss nach einem schweren Trainings-Unfall noch pausieren und im Bereich der Jugendklassen sind wir derzeit noch im Aufbau. Ich hoffe, dass die RSG im nächsten Jahr wieder mit einigen Fahrern am Start sein wird“.