Bayerns größtes Radtalent kommt aus Mittelfranken

Manuel Porzner freut sich auf erste U19-Saison

Mit elf Siegen, darunter einen Deutschen Meister-Titel im 500 m-Zeitfahren, einem Vize-Meistertitel im Straßenrennen und Platz drei bei der DM im Punktefahren, war Manuel Porzner im Vorjahr einer der erfolgreichsten deutschen Nachwuchs-Radsportler. Bei den bayerischen Bahnmeisterschaften holte sich der 17-jährige Ansbacher, der 2012 den 100.Sieg seiner Radsportkarriere feierte, alle Titel seiner Altersklasse! Im Dezember wurde er in seiner Heimatstadt zum Sportler des Jahres gewählt!

„Ich weiß, dass ich heuer meine bisher schwerste Radsport-Saison vor mir habe und dass nun in der U19 wesentlich schwerere Rennen und stärkere Gegner auf mich zukommen“, sagt Manuela Porzner realistisch, doch sehr optimistisch fügt er hinzu: „Ich freue mich schon auf die wichtigsten Straßenrennen, die ich heuer für das Bundesliga-Team Auto-Eder, ein Auswahlteam des Bayerischen Radsportverbandes, fahre. Die Saisonvorbereitungen der Mannschaft, die mit einem Trainingslager am Gardasee abgeschlossen wurden, waren wirklich optimal. Ich habe ein wesentlich umfangreicheres und effizienteres Training als in den letzten Jahren absolviert. Die Betreuung des bayerischen Bundesligateams ist super und mein neues Equipment erstklassig“, schwärmt Manuel Porzner. Kummer bereitete Manuel Porzner in den letzten Wochen lediglich der nicht enden wollende Winter, der sein heimisches Straßentraining erschwerte: „Ich bin zwar kein Trainingsweltmeister doch rund 250 Kilometer bin ich auch bei sehr schlechtem Wetter noch pro Woche gefahren.“

2 Ex-WM ErwinPorzner mit Enkel Manuel

Wie in den Vorjahren will Manuel Porzner als außergewöhnlich vielseitiger Allrounder trotz seines nun umfangreicheren Straßen-Programms auch heuer wieder bei möglichst vielen Bahnrennen starten.“ Ich brauche auch diese Rennen. Bei den Straßenrennen hole ich mir die nötige Ausdauer und Härte, auf der Bahn die nötige Spritzigkeit und Schnelligkeit für die Sprints“, weiß Manuel Porzner, der bei den deutschen Bahnmeisterschaften 2013 wieder einen Platz auf dem Treppchen anpeilt. „Als ideale Vorbereitung dafür werde ich, so oft es mein Zeitplan erlaubt, auch in dieser Saison wieder auf der Augsburger Holzpiste und auf der Zementbahn Nürnberg starten. Natürlich ist mir die Augsburger Bahn lieber, weil sie schneller und kürzer ist, aber auch die alte Nürnberger Rennbahn ist für mich sehr wichtig, gerade weil sie wesentlich schwerer zu fahren ist. Das hat auch seine Vorteile, denn umso besser rollt es bei mir danach wieder auf allen schnelleren Pisten.“
Die Schwerpunkte in Maniel Porzner´s Rennkalender sind in dieser Saison die schweren U19-Bundesliga-Rennen. „ Das sind meine ersten Bundesliga-Rennen. Ich bin selbst sehr gespannt, wie es da bei mir laufen wird“, sagt Manuel Porzner bescheiden. Erster großer Test wird für ihn am 28. April der BL-Auftakt beim „Frühjahrs-Straßen-Preis“ des RSC Fürth in Cadolzburg. „Wenn die Bergspezialisten an der 18%-igen Steigung nicht zu aggressiv angreifen, könnte ich beim Finale als Sprinter sicher noch gut dabei sein“, hofft Manuel Porzner, für den es in den beiden letzten Jahren schwieriger wurde, seinen Sport und die schulischen Anforderungen unter einen Hut zu bringen. „Ein Jahr vor meinem Abitur wird der Stoff am Gymnasium immer umfangreicher und schwieriger, das heißt, dass ich auch immer mehr Zeit zum Lernen berücksichtigen muss“, hat Manuel Porzner inzwischen festgestellt. Neben der Schule, den Rennen und dem vielen Trainingsfahrten bleibt ihn kaum noch Freizeit. „Leider nicht sehr viel“, sagt Manuel, der hofft, dass er wenigstens noch ab und zu mal etwas mit Freunden unternehmen kann. „Absolute Priorität haben für mich mehr noch als in den Vorjahren nur noch die Schule und der Radrennsport“, betont Manuel Porzner, der es sehr bedauert, dass ihn die Zeit für andere Sportarten fehlt. „Nach dem Radsport wäre die Leichtathletik meine große Liebe, weil das eine Sportart ist in der man auch sehr hart kämpfen muss. Ich habe früher begeistert und auch erfolgreich an Leichtathletik-Veranstaltungen teilgenommen. In den letzten Jahren bin ich dann nur noch bei Jedermann-Läufen gestartet. Auch das hat mit immer eine Menge Spaß gemacht“, sagt Manuel Porzner, dessen Idole nun jedoch die großen Asse des Profi-Radsports sind – allerdings nicht uneingeschränkt. „Dabei stellt sich natürlich stets die Frage nach der Glaubwürdigkeit. Derzeit bewundere ich als echte Vorbilder am meisten den britischen Ex-Weltmeister Mark Cavendish und John Degenkolb“.

Trotz seiner großen Begeisterung und seines enormen Ehrgeizes braucht Manuel Porzner jedes Jahr auch eine kurze Phase in der er Abstand vom Radrennsport gewinnt: „ Das sind dann immer ein paar Tage, meistens nach der Straßenmeisterschaft zur Mitte der Saison. Da stelle ich mein Rad einfach mal in die Ecke“. Lange hält diese Phase jedoch nicht an, dann freut sich Manuel schon wieder auf den nächsten Start. „Eigentlich fahre ich alle Rennen gerne“, verrät Manuel Porzner, doch seine zwei „Lieblingsrennen“ hat der junge Ansbacher besonders dick in seinen Terminkalender angestrichen: „ Beim hessischen Klassiker ´Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt´, der früher ´Rund um den Henninger-Turm´ hieß und natürlich bei unserem Ansbacher Rennen um das Brücken-Center starte ich am liebsten“ verrät er schmunzelnd. Bei seinem Heimspiel wird Manuel am 9. Mai wieder kräftig von Opa Erwin Porzner, seinen größten Fan, angefeuert. „ Natürlich freue ich mich über Manuels Erfolge im Rennsport“, sagt der 77-jährige - einst zweifacher Handball-Weltmeister und mehrfacher Deutscher Meister - auch wenn sein Enkel nicht in seine Fußstapfen steigt

1 Bayerns grosses Rad-Talent Manuel Porzner

Manfred M a r r