Ein außergewöhnlicher Renntag in jeder Hinsicht

Marcel Fischer und Wiebke Rodiek sind erste Liga-Spitzenreiter

Marcel Fischer vom Team „Racing-Students“ hat beim fränkischen Frühjahrsklassiker in Cadolzburg das erste Rennen der «Müller - Die lila Logistik Rad-Bundesliga» in der Klasse U23 gewonnen. Damit ist der 28-jährige Student aus Stuttgart erster Gesamtführender in der diesjährigen Bundesliga-Serie. Das Berg- und das Sprint-Trikot eroberte sich als aktivster Kämpfer des Tages Fischers Teamkamerad Florian Tenbruck. Auch der erste Tagessieg und damit die Führung in der in der Mannschaftswertung war den schnellen Studenten des Racingteams nicht zu nehmen.

Florian Tenbruck - Marcel Fischer räumten die Trikots ab

Der 48.„Frühjahrs-Straßenpreis“ des RSC Fürth wird als außergewöhnlicher Renntag in die Analen des RSC Fürth eingehen. Und das in zweifacher Hinsicht. Zum einen waren es die Wetter-Kapriolen eines echten April-Tages , der Sonne, Wind, Regen, Schnee und sogar Hagel bescherte und zum anderen waren die Rennen auf den teilweise sehr rutschigen Straßen überschattet von einigen schweren Stürzen. Indirekt betroffen war das Bundesliga-Rennen der Frauen. Eine fünfköpfige Spitzengruppe, die mit gut einer Minute führte, musste etwa 1000 Meter vor dem Ziel gestoppt und zusammen mit dem Feld neu gestartet und umgeleitet werden, nachdem wenige Minuten vorher die Straße nach einem schweren Unfall in der U17 völlig blockiert war. Riesiges Pech für Corinna Lechner, Franziska Banzer, Carolin Schiff ( alle Team Maxx-Solar), sowie für Wiebke Rodiek (Team Koga-Ladies) und Stefanie Paul vom Team Stuttgart, die für ein spannendes Finale gesorgt hätten. Am Ende strahlten sie dann doch noch, nachdem die Jury nach eingehender Beratung alle fünf Fahrerinnen gemeinsam zur Siegerin erklärte und ihnen die gleichen Wertungspunkte gab. Das Führungstrikot erhielt Wiebke Rodiek, nachdem sie die meisten Punkte der Sonderwertungen erkämpfte.

Ein echter Frühjahrs-Preis

Auch das Hauptrennen der Männerklasse U23 ließ an Dramatik und Spannung keine Wünsche offen. Für die Lokalmatadore des fränkischen Teams Heizomat galt offensichtlich die Parole „Kampf vom Start bis ins Ziel“. So war beim ersten Vorstoß einer Dreiergruppe Simon Redmers zusammen mit Jonas Tenbruck (Team Racing-Students) und Jan Heider ( Team Sachsen) einer der aggressivsten Angreifer. Auch als dieses Trio nach vier Runden gestellt wurde und sich eine Zehner-Spitzengruppe bildete, war das Team Heizomat mit Robert Müller, Jonas Rapp, Aaron Kraus und Dorian Lübbers erneut sehr gut vorne vertreten. Erst zwei Runden vor Schluss stießen die Lokalmatadore an ihre Grenzen. Der entscheidenden Attacke des späteren Siegers Marcel Fischer ( Team Racing Students) und des Koblenzers Joshua Huppertz (Team Kuota-Lotto) konnte Jonas Rapp nur noch kurze Zeit folgen. Hinter Fischer, der sich verdient den Tagessieg holte, belegte Huppertz Platz zwei vor Konrad Geßler (Team Sachsen). Bestplatzierter Fahrer des Teams Heizomat war nach einem mitreißenden Finale Philipp Zwingenberger auf Rang fünf. Seine Teamkameraden Robert Müller und Dorian Lübbers belegten nach sehr beachtlichen Leistungen die Plätze elf und fünfzehn. „Es war schade, dass es diesmal nicht zu einem Podestplatz reichte, doch unsere Jungs haben heute wirklich alles gegeben. In der Teamwertung haben sie unter 18 Mannschaften Platz vier erreicht und das obwohl wir nur mit sieben Fahrern vertreten waren, nachdem Laurin Winter aufgrund einer Verletzung nicht starten konnte“, zog Heizomat-Team-Chef Markus Schleicher ein positives Fazit.

Rodieck Wiebke - erste in der Ges.-Einzelwertung

Die Lokalmatadore schlugen sich wacker

Bernd Hilpert, der unermüdliche RSC-Vorsitzende, war am Ende der mehr als sechs stündigen Schlacht erleichtert. „ Die Unfälle heute, bei denen sich einige Fahrer und eine Fahrerin erheblich verletzten, waren zwar äußerst bedauerlich, doch ich war sehr beeindruckt, wie perfekt und optimal uns die Bereitschafts-Polizei heute in allen prekären Situationen geholfen hat. Ihr gebührt ebenso wie dem BRK-Fürth und allen unseren freiwilligen Helfern großes Lob und herzlicher Dank“. Auch bei allen Sponsoren, insbesondere beim Haustechnik-Planungs-Büro Schredl, das die Veranstaltung finanziell rettete, bedankt sich der RSC Fürth für die großzügige Unterstützung.

Fünf Siegerinnen bei den Frauen

Manfred M a r r