RC Wendelstein geht gut gerüstet für 2016

Mit seinen sechs Abteilungen Radpolo, Kunstradfahren, Radball, Bogenschießen, Einrad- und Rennsport ist der RC Wendelstein einer der vielseitigsten Radsport-Vereine Bayerns. Seit dem 90. Jubiläum des rührigen Vereins im Jahr 2003 sorgen auch die Wendelsteiner Rennsportler wieder regelmäßig für beachtenswerte Erfolge. „Ich hoffe und wünsche, dass unser AAN-Racing-Team auch in der neuen Saison an seine bisherigen Erfolge anknüpfen kann. Wir werden die Leistungen unserer Rennsportler jedoch auch 2016 daran messen, dass sie alle lupenreine Amateure sind, die ihren Sport neben Beruf oder Schule mit viel Idealismus und großem Engagement betreiben“, betonte Sportleiter Christian Stöhr bei der Team-Präsentation in der Radler-Halle des RC Wendelstein.

Prominentester und erfolgreichster Rennsportler des RC Wendelstein ist Mathias Lastowsky. Der 52-jährige Weißenburger zählt im Cross- und im Straßenrennsport seit Jahren zur deutschen Spitzenklasse. In beiden Disziplinen erkämpfte er 2015 den deutschen Meistertitel! Bei der Cross-WM verfehlte er als Vierter nur knapp die Bronzemedaille. Dreißig Mal stand er 2015 auf dem Treppchen; einundzwanzig Mal als Sieger! Damit übertraf der vielseitige Allrounder alle seine bisherigen Erfolgsbilanzen. Doch ganz zufrieden war er am Ende der Saison trotzdem nicht: „Es war sehr schade, dass es bei der Deutschen Bergmeisterschaft nur zum dritten Platz gereicht hat“, bedauert Mathias Lastowsky, der mit einem „DM-Triple“ einen einmaligen Rekord im deutschen Radrennsport geschafft hätte. Seine Prognose für die neue Saison fällt aus gutem Grund sehr vorsichtig und diplomatisch aus. „ Eine außergewöhnliche große Erfolgsbilanz wie im Vorjahr ist heuer keinesfalls zu erwarten, denn inzwischen gibt es ein neues Reglement, nach dem ich gegen Fahrer antreten muss, die bis zu zwölf Jahre jünger sind. Das ist natürlich ein gewaltiger Unterschied, der sich entsprechend auswirken wird“. Dass Lastowsky dieses Handikap als besondere Herausforderung sieht, spricht für seinen enormen Kampfgeist. „Nach der Cross-Saison und einer kurzen Erholungsphase habe ich mich wie immer gut vorbereitet und werde ein ähnlich umfangreiches Rennprogramm wie in den vergangenen Jahren absolvieren. Ich denke, dass es auch heuer wieder ganz gut bei mir läuft“, sagt Mathias Lastowsky zuversichtlich.

Ebenso wie Mathias Lastowsky zählt auch sein Vereinskamerad Sebastian Körber im bayerischen Rennsport seit vielen Jahren zu den vielseitigsten Fahrern. Auch „Sebi“ ist ein perfekter Allrounder, der im Cross, auf Bahn und Straße schon viele Siege feiern konnte. 2015 hat er allerdings eine zusätzliche und ganz neue Herausforderung gefunden. Als Neuling sorgte er auf Anhieb bei „Fixie-Rennen“ - einer neuen Radsport-Sparte, die aus den USA kommt - für Furore. Bei zahlreichen Fixie-Wettbewerben, die auf Straßen-Kursen mit Bahnmaschinen ohne Bremsen, mit starrem Gang und ohne Schaltung gefahren werden, zählte Sebastian Körber im Vorjahr sofort zur deutschen Spitzenklasse. Seinen schönsten Erfolg feierte er in Berlin, als er die erste inoffizielle „Fixie-Weltmeisterschaft“ gewann. „Die Fixie-Rennen haben mich sofort fasziniert. Das sind völlig andere Wettbewerbe vor einer großartigen Kulisse“, schwärmt der 32-jährige Katzwanger, der auch in dieser Sasion bei zahlreichen nationalen und internationalen Fixie-Rennen „ganz vorne“ mitmischen möchte. „Es ist ein ganz besonderer Kick, wenn man bei diesen rasanten Rennen gegen die routinierten Spezialisten kämpft “, sagt Sebastian Körber, den seine vielen die fränkischen Fans jedoch lieber wieder bei den Steherrennen am Reichelsdorfer Keller anfeuern würden. „ Ich versuche Schwerpunkte zu setzen. Steher- oder Derny-Rennen werde ich natürlich auch in dieser Saison wieder fahren“, versichert der mehrfache Bayernmeister, der ebenso wie seine Teamkameraden Lasse Ibert, Roman Woda und Tobias Dohlus auch bei Cross-, Straßenrennen und Kriterien das Trikot des AAN-Racing-Teams tragen wird. So auch beim beliebten „AAN-Cross-Cup“ , den der RC Wendelstein am Ende dieses Jahres zum sechsten Mal als Veranstalter durchführen will.

Auch 2016 ist der RC Wendelstein „am Keller“ in allen Bereichen aktivFür koninuierliche gute Jugendarbeit des RC Wendelstein sorgt auch in der neuen Saison Mathias Reitenspieß, der seinen Schützlingen auf Bahn und Straße beim Training und allen Wettbewerben mit Rat und Tat zur Seite steht. Zentrum seiner Arbeit ist dabei die Rennbahn am Reichelsdorfer Keller, auf der Familie Schwarz wieder den „Schwarz-Metall-Cup“ der Steher und den „Martina-Scharz-Nachwuchs-Cup“ für die Schüler sponsern wird. Mit Felix Janetschke, der sich in den letzten beiden Jahren als versierter Rennbahn-Sprecher bewährte, hat der RC Wendelstein einen erfahrenen Funktionär, der noch immer gerne selbst in den Sattel steigt. Auch unter den Schrittmachern ist der RC Wendelstein bestens vertreten. Frank Schwarz, der zusammen mit Mathias Reitenspieß den Nachwuchs des RCW betreut, zählt inzwischen zu Deutschlands besten Schrittmachern. „Frank hat sich in den letzten drei Jahren ganz wesentlich verbessert. Er fährt auf allen Bahnen, bei nationalen und internationalen Steher- und Derny-Rennen taktisch und technisch sehr gut“, lobt Schrittmacher-Legende Dieter Durst den 35-jährigenWendelsteiner.

Manfred M a r r

RC Wendelstein