Schlendrian kostet wertvolle Punkte

Bundesliga-Radballer patzen

Ein unerwarteter Stolperstein hat Bernd und Gerhard Mlady vom RMC Lohengrin Stein den guten Start in die Radball-Bundesliga verdorben.
Mit sieben Punkten aus den ersten vier Spielen und Rang vier fiel die Bilanz nicht so erfolgreich aus wie erhofft, zeigte es sich doch, dass zwischen glänzender Vorbereitung und Liga-Alltag ein Unterschied besteht.

Das Steiner Duo schien nach zwei Siegen über den KSC Leipzig, das optisch knappe 5:4 war nach einer 4:0-Führung nie gefährdet, und die „Zweite“ des Gastgebers RV Obernfeld (6:1) auf Kurs zu liegen. Aber aller guten Dinge waren diesmal nicht drei, denn gegen Aufsteiger RC Iserlohn schlich sich Schlendrian ein, nach Meinung von Trainer Kurt Mlady, „weil der Gegner wohl unterschätzt wurde“.

Nach verschlafenem Start steigerten sich die Steiner zwar erheblich, konnten aber aus ihren vielen Chancen nicht ausreichend Kapital schlagen. Als in der Schlussphase zudem ein klares Foul der Iserlohner ungeahndet blieb, nutzte der Gegner dieses Geschenk zu einem weiteren Treffer, so dass er am Ende mit 5:4 als Sieger vom Feld ging. Tröstender Kommentar des RMC-Trainers: „So etwas ist nie ganz zu vermeiden und passiert den anderen Spitzenteams im Laufe der Saison auch noch.“ Umso wichtiger war ein Erfolgserlebnis im letzten Turnierspiel, dem sportlichen Höhepunkt, gegen Obernfeld I, das ebenso wie Stein zum Favoritenkreis der Liga zählt. Die Mlady-Cousins waren auf Rehabilitierung aus und lieferten den Gastgebern ein spielerisch, taktisch und kämpferisch überzeugendes Duell, in dem sich beide Mannschaften nichts schenkten. Das 2:2 war nicht nur ein gerechter Ausgang, sondern auch versöhnlich für den Gast.

Der Punktgewinn sorgte immerhin dafür, dass sich Obernfeld, der DM-Dritte 2012, und der RV Gärtringen, der das Schlagerspiel des ersten Spieltages im Parallelturnier in Waldrems gegen den SV Eberstadt 2:3 verlor, nicht gleich zu Saisonbeginn deutlich absetzten.