Favoriten lassen sich nicht ärgern

Mlady-Cousins noch zu grün für die deutsche Radball-Elite

Das Radballduo Bernd und Gerhard Mlady vom RMC Lohengrin Stein bleibt in dieser Saison der undankbaren Rolle treu, das fünfte Rad am Wagen der deutschen Elite zu sein. Auch beim ersten Final- Five-Turnier in Darmstadt-Eberstadt gelang kein Sieg gegen einen der großen vier.

„Es ist für uns eine lehrreiche Saison, es fehlt uns immer ein Quäntchen“, urteilt Bernd Mlady durchaus selbstkritisch. Denn — sieht man vom klaren 2:6 gleich zum Auftakt gegen das stärkste Team RV Gärtringen ab – fehlte gegen den SV Ehrenberg (4:5), RV Obernfeld (3:5) und SV Eberstadt (2:4) ergebnismäßig in der Tat nicht viel — eben nur ein Quäntchen Qualität, ein Quäntchen Konzentration und auch jenes notwendige Quäntchen Glück. „Manchmal ist es wie verhext“, sagt Bernd Mlady, gibt sich aber dennoch kämpferisch: „Wir lassen uns nicht unterkriegen.“

Hoffen auf die Überraschung
Größere Intensität im Training soll vielleicht doch nur für den einen oder anderen Überraschungscoup beim zweiten Final-Five-Turnier am 3. Oktober oder gar bei der deutschen Meisterschaft in Kamp-Lintfort (12./13. Oktober) sorgen, auch wenn der Kampf um ausreichend Punkte für einen der drei deutschen Plätze im Weltcup — das Ziel des Mlady-Duos zu Saisonbeginn – nur noch mit einer enormen Leistungssteigerung zu schaffen sein dürfte.

Während Gärtringen (22 Punkte) nach dem Turnier in Darmstadt-Eberstadt – trotz der 1:3-Niederlage im Endspiel gegen Obernfeld (15) — in der Qualifikation für den deutschen Startplatz bei der Weltmeisterschaft noch alle Trümpfe in der Hand hat, rangieren die Steiner Radballer in

der Weltcup-Qualifikation mit sieben Punkten auf dem letzten Platz hinter Eberstadt (12) und Ehrenberg (10).

Zunächst einmal steht für die Mladys aber am 29. September der Europacup der U23 in Österreich an, wo sie ihren Titel verteidigen wollen