Das Triple bleibt ein Traum

Frankens Vorzeige-Radballer scheitern im Finale des Europacups

Auf den dritten Titel hintereinander hatten die Radballer Bernd und Gerhard Mlady vom RMC Lohengrin Stein gehofft. Umso größer war die Enttäuschung, als das Duo beim Europacup der U23 in Dornbirn das letzte und entscheidende Duell gegen Patrick Schnetzer/Johannes Bauer (RSC Höchst) 3:5 verloren geben musste und die Österreicher ihre Nachfolge antraten.
„Bei uns läuft nicht alles rund“: Bernd und Gerhard Mlady verloren erstmals seit 2010 ein Spiel in der U23.
„Bei uns läuft nicht alles rund“: Bernd und Gerhard Mlady verloren erstmals seit 2010 ein Spiel in der U23.
Foto: Wolfgang Zink

Seit 2010 hatten die Steiner Cousins in der U23 auf internationaler Bühne kein Spiel mehr verloren, die erste Niederlage traf sie daher doppelt hart, blieb ihnen damit doch ein goldenes Ende ihrer Ära in dieser Altersklasse versagt. „Eigentlich ist ein zweiter Platz im Europacup alles andere als schlecht, für nahezu alle Konkurrenten wäre er ein riesen Erfolg. Aber nach den Siegen 2010 und 2011 waren wir doch enttäuscht“, gab Gerhard Mlady unumwunden zu. Zudem räumte er selbstkritisch ein, „dass bei uns nicht alles rund läuft und wir nicht unseren besten Tag hatten. Vielleicht haben mich Prüfungen an der Uni zuletzt doch ein wenig abgelenkt.“

Bestform wäre jedoch gegen die beiden Österreicher mit dem aktuellen Weltmeister in der Eliteklasse, Schnetzer, notwendig gewesen, denn er bot als Torwart eine ausgezeichnete Leistung. „Sie haben den Sieg und damit den Titel verdient“, anerkannte Gerhard Mlady neidlos die bessere Leistung der Gegner an, die in den beiden Vorjahren jeweils hinter den Steinern platziert waren.

Schon in den vier Gruppenspielen gab es für die Mladys einen ersten Dämpfer. Zwar wurde gegen Simach/Schweiz (5:1), Sitborice/Tschechien (10:3) und Dorlisheim/Frankreich (9:2) erwartungsgemäß klar gewonnen, aber ein 3:3 gegen Höchst II, das in der Endabrechnung Dritter wurde, machte trotz des Gruppensieges erste Schwierigkeiten deutlich. Ein 5:0 über Pfungen/Schweiz in der Finalrunde sorgte zwar für das „logische“ Endspiel gegen Höchst I — aber da reichte das Leistungsvermögen nicht aus, um sich als erster Dreifachsieger in Folge beim Europacup feiern zu lassen.

Allzu viele Gedanken können sich Bernd und Gerhard Mlady darüber nicht machen, denn bereits am Mittwoch steht das zweite Final-Five-Turnier der besten fünf deutschen Elite-Paare in Gärtingen an. Es ist in dieser Saison die vorletzte Gelegenheit für die Steiner, einen Sieg gegen die großen vier im Radball zu landen.