Peter Edelhäußer ist neuer Bahnchef „am Keller“

Peter Edelhäußer ist neuer Bahnchef „am Keller“

Mit komplett neuer Vorstandschaft geht der „Verein-Sportplatz“ - der 1903 die Radrennbann am Reichelsdorfer Keller erbaute und bis heute verwaltet - in die neue Radsport-Saison. Als Nachfolger von Andreas Zentara, der nach neun Jahren nicht mehr kandidierte, wurde Peter Edelhäußer zum 1. Vorsitzenden und neuen Bahnchef „am Keller“ gewählt. Mit Bernhard Wächter, Horst Christel und Georg Schiebe wurden auch die Posten des 2. Vorsitzenden, des Kassiers und des Schriftführers neu besetzt. Als Jugendleiter fungiert künftig Stefan Storck, der Schülertrainer des bayerischen Radsportverbandes. Als Beisitzer wurden Herbert Oppelt und Manfred Wolf gewählt, als Revisoren der bisherige Bahnchef Andreas Zentara und Werner Appelt.

v.l.n.r. Bahnchef Peter Edelhäußer, Vize Bernhard Wächter und der bisherige 1. Vorsitzende Andreas Zentara

„ Mein wesentliches Ziel ist es, den Bahn-Radsport am Reichelsdorfer Keller weiterhin wirkungsvoll zu fördern und zu unterstützen“, betonte Peter Edelhäußer, der dabei nicht nur an den traditionellen Stehersport denkt: “ Ebenso wichtig wie die beliebten rasanten Rennen der Steher sind auch alle anderen Bahndisziplinen und vor allem die bewährte Nachwuchsarbeit, die seit Jahren gemeinsam mit den fränkischen Radsportvereinen durchgeführt wird.“ Mehr Gewicht als bisher soll am Reichelsdorfer Keller laut Edelhäußer künftig der Schulsport bekommen. „Wir müssen noch viel intensiver mit den Schulen kooperieren. Der Radsport sollte ein fester Bestandteil im Bereich des Schulsports sein“, erklärt der neue Bahnchef, der sich gut vorstellen kann, die Rennbahn zu bestimmten Zeiten auch Hobby-Sportlern zur Verfügung zu stellen. „ Wer auf dem Rad etwas für seine Gesundheit tun will, sollte dazu bei uns die Gelegenheit und die Möglichkeit bekommen“, so Peter Edelhäußer.

Breiten Raum nahm in der Diskussion der Jahreshauptversammlung die Frage nach der noch immer ungeklärten Zukunft der stark renovierungsbedürftigen Rennbahn ein. Es wurde vorgeschlagen, ein spezielles Gremium zu bilden, für die nötigen Gespräche und Verhandlungen mit der Stadt Nürnberg und dem Bayerischen Landes-Sportverband. Peter Edelhäußer, der seit 1969 ohne Unterbrechung in verschiedenen Funktionen für den Verein Sportplatz im Einsatz ist, äußert sich dazu sehr realistisch: „Ich bin der Meinung, dass eine weitere gründliche Renovierung der Piste, wie sie zuletzt 1968 erfolgte, wohl die beste Lösung wäre. Alle anderen Pläne vom Verkauf des gesamten Geländes und dem Bau einer neuen Rennbahn in einem anderen Stadtgebiet halte ich für illusorisch“.

Kurt Eber war 20 Jahre lang Schatzmeister am Keller

Andreas Zentara, der 2005 die Leitung des Vereins und der Rennbahn von Anton Auer übernahm, wurde für seinen unermüdlichen Einsatz und seine erfolgreiche Arbeit mit verdientem Beifall belohnt. Zusammen mit Kurt Eber und Horst Dietrich wurde Zentara einstimmig zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Kurt Eber, der zwanzig Jahre lang als Schatzmeister des Verein-Sportplatz fungierte, musste aus gesundheitlichen Gründen seine Mitarbeit beenden. Horst Dietrich, der bewährte Spezialist für die Wartung der schweren Schrittmachermotore, saß ab 1970 lange als gefragter Schrittmacher im Sattel. Seit über drei Jahrzehnten sorgt er vorbildlich dafür, dass beim Training und bei den Steher-Rennen alle Schrittmachermaschinen perfekt funktionierten.

Horst Dietrich (rechts) ist seit 1971 allzeit zur Stelle

Für die neue Saison wurden neben den Mittwochabendrennen, die Ende April beginnen, folgende Termine festgelegt:

Sonntag 18. Mai 14.30 Uhr “Großer Preis von RadioF”
Samstag 21. Juni 17.30 Uhr “Preis der Sparkasse Nürnberg”,
Samstag 05.Juli ab 13.00 Uhr Sommerfest/Tag der offenen Rennbahn
ab 17.00 Uhr “Bayerische Stehermeisterschaft”
Mittwoch 16.Juli 18.30 Uhr “Sommerpreis der Steher”
Samstag 16. August 17.30 Uhr “Großer Preis Piaggio-Center Bleisteiner”
Sonntag 21.September 14.30 Uhr “Herbstpreis der Steher”

Manfred M a r r