Otto behauptet sich auf internationaler Ebene

Endlauf bei der BMX-Europameisterschaft in Belgien: Erlanger Fahrer gelingt der Einzug in das Viertelfinale
Dessel in Belgien war der Austragungsort der diesjährigen BMX-Europameisterschaft. Die Championship Klasse wird von den Junior und Elite Fahrern besetzt, deren Europameisterschaft wird in einer Rennserie von zwölf Läufen an sechs verschiedene Orte in Europa ausgefahren. Für die drei Erlanger Elite-Fahrer Nadja Pries, Fabian Otto und Marco Köhler (RC 50 Erlangen) galt es in Dessel, die Läufe elf und zwölf zu bestreiten.

Für Fabian Otto war es ein gutes Europameisterschafts-Wochenende in Belgien. Er hatte sich mit den Plätzen 3, 5 und 3 für das Achtelfinale qualifiziert, in dem er den dritten Platz erreichte. Der Einzug ins Viertelfinale am Samstag – und somit ein Platz unter den besten 30 von insgesamt 160 Elitefahrern — war für den 19-jährigen Erlanger der größte internationale Erfolg. Mit dem Erreichen des Achtelfinales am Sonntag war Otto der zweitbeste deutsche „Elite men“-Starter an diesem Wochenende. Am Ende landete er insgesamt auf Platz 78.

Nadja Pries schoss in ihren Vorläufen jeweils perfekt aus dem Gate und konnte sogar einen Vorlauf für sich entscheiden. Der letzte dieser Läufe wurde ihr jedoch zum Verhängnis, an führender Position liegend, wurde sie in der zweiten Kurve etwas abgedrängt, behauptete jedoch ihre Führung. Sie verlor jedoch an Geschwindigkeit und sprang trotzdem bei dem großen Double ab, allerdings zu kurz, was einen Sturz nach sich zog und für diesen Lauf Rang sechs bedeutete. Somit zog sie als letzte Fahrerin in das Halbfinale ein und musste von Gate 8 starten. Noch gehandicapt vom Sturz reichte es nicht zu einer Finalteilnahme. Am Ende landete sie auf Platz fünf. Marco Köhler erwischte einen schlechten Tag und kam in der Endabrechnung der EM-Liste der Championship Klasse auf Rang 118.

Für die Challenge-Fahrer wird in nur einem Lauf der alljährliche Europameister ermittelt. Der RC 50 Erlangen hatte in dieser Kategorie neun Fahrer am Start. Drei von ihnen in der 24 Zoll Cruiser Klasse. Thomas Elsner, der in der Klasse 45+ an den Start ging, konnte in den drei Vorläufen noch punkten, schied dann aber im Viertelfinale an fünfter Position liegend aus. Susanne Otto und Andreas Endlein mussten sich schon in ihren starken Vorlaufgruppen geschlagen geben.

Ähnlich sah es bei den Youngsters aus. Carina Endlein (girls12), Leonie Schuster (girls14) sowie Jonas Bokelberg (boys12) und Jan Hascher (boys13) mussten ihrer Konkurrenz nach den Vorläufen von der Tribüne aus zusehen. Lediglich für den elfjährigen Michel Schuster und Jan Frühwald (boys15) hieß es, im Achtelfinale an den Start zu gehen, nachdem sie ihre Vorläufe souverän gemeistert hatten. Durch einige Rangeleien in den jeweiligen Läufen fand Schuster nicht mehr richtig zu seiner Linie und kam nur als Siebter ins Ziel. Bei Frühwald hingegen sah das Ergebnis um einiges knapper aus. Nach einem beherzten Race kämpfte er bis zum Schluss, Platz fünf bedeutete aber auch für ihn das Aus. Lukas Brauer erreichte ähnliches bei den Männern (Alter von 17 bis 24), auch für ihn ging es über die Vorläufe hin zum Sechzehntelfinale, in dem er nur ganz knapp an fünfter Position liegend den Einzug ins Achtelfinale verpasste.

Ohne Pause geht es für das Nationalteam gleich weiter zur Weltmeisterschaft nach Auckland (Neuseeland). Für den RC 50 Erlangen konnten nur Pries und Schmidt die harten Nominierungskriterien erfüllen. Für Julian Schmidt waren die Weltmeisterschaftsträume schon im Vorfeld begraben, nach einem Trainingssturz kann Schmidt verletzungsbedingt nicht an der WM teilnehmen.

Der Erlanger Fabian Otto (Nr. 310) erreichte bei einem Lauf der Europameisterschaft in Belgien seinen größten internationalen Erfolg in der „Elite men“: Er kam unter die besten 30 Fahrer in Europa.