Peter Edelhäußer wurde am 30. Mai 70 Jahre

Seit fast fünfzig Jahren ist der Radsport für Peter Edelhäußer, der am 30. Mai seinen 70. Geburtstag feierte, die „wichtigste Nebensache“ der Welt. Über einen Schulfreund, der einst als Amateur auf Bahn und Straße fuhr, fand Peter Edelhäußer 1968 beim „Ring Nürnberger Rennfahrer“ zum Radsport, der ihn sofort faszinierte. Nachdem er in der Nähe der Radrennbahn wohnte, war er auch Stammgast bei den Rennen am Reichelsdorfer Keller“. „Dabei entstand der Wunsch, mich für diese schöne und schwere Sportart engagieren“, erinnert sich Peter Edelhäußer, der sich 1969 auch dem „Verein-Sportplatz“ anschloss, für den er rund zwei Jahrzehnte als Kampfrichter und später zusätzlich auch als Pressewart der Rennbahn im Einsatz war. Ganz besonders lag Peter Edelhäußer dabei stets der Bahnradsport am Herzen, den er ab 1975 als Bahnfachwart des Bezirks Mittelfrankens und bald darauf zugleich als Bahnfachwart des Bayerischen Radsportverbandes leitete und mitgestaltete. „Unvergessen bleiben mir meine Einsätze als Kampfrichter bei den Olympischen Spielen in München“, schwärmt Peter Edelhäußer, der neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit im „Arbeitskreis Kirche und Sport“ des Bayerischen Landes-Sportverbandes außerdem 21 Jahre lang als BRV-Jugendbetreuer arbeitete. Beim Verein-Sportplatz war er von 1987 bis 2007 zugleich als 2. Vorsitzender die rechte Hand des langjährigen Bahnchefs Toni Auer. Gemeinsam mit dem deutschen Ex-Meister aus München sorgte Peter Edelhäußer Jahr für Jahr dafür, dass sich „am Keller“ die Räder drehten. „Mein größtes Problem war es eigentlich immer, dass ich einfach nicht nein sagen konnte“, gesteht der gebürtige Nürnberger, der wo immer jemand gebraucht wurde, jederzeit zuverlässig zur Stelle war. So auch 1991, als man beim Bayerischen Radsportverband einen neuen Präsidenten wählte. Zwei Jahre lang leitete er als erster Nürnberger die Geschicke des Bayerischen Radsport-Verbandes, wobei er beim Bund Deutscher Radfahrer, wie vorher schon als Fachwart, die bayerischen und fränkischen Interessen mit Nachdruck verfolgte und verteidigte. Sechs Jahre lang gehörte Peter Edelhäußer, dessen Terminkalender immer randvoll war, außerdem als Beisitzer dem Rechtsausschuss des BDR an. Seine bislang größte Enttäuschung als langjähriger Radsport-Funktionär erlebte Peter Edelhäußer im vergangenen Jahr. Nachdem er im Februar 2014 mit deutlicher Mehrheit zum 1. Vorsitzenden des Verein-Sportplatz gewählt wurde, kam es schon bald danach zwischen ihn und den übrigen Vorstandsmitgliedern zu immer mehr Differenzen. „ Man hat mich zwar gewählt aber dann nicht, wie ich es erwartet hatte, unterstützt“, betonte er als er im Oktober seinen Rücktritt als Bahnchef erklärte. An seiner großen Liebe zum Radsport hat sich auch danach nichts geändert: „ Für mich ist und bleibt der Radsport auch weiterhin eine der schönsten Sportarten“, sagt Peter Edelhäußer begeistert.

Manfred M a r r

Peter Edelhäußer wurde 70 Jahre