Gerhard Martin 70 Jahre

Fürther Radsportidealist Gerhard Martin 70 Jahre
„Für mich ist und bleibt der Radsport eine der schwersten und zugleich schönsten Sportarten“, schwärmt Gerhard Martin. Der gebürtige Fürther, der am 16. März seinen 70. Geburtstag feiert ist ein fränkisches Radsport-Urgestein. Vor 51 Jahren trat er als 19-Jähriger dem „RC Kleeblatt 1952“ bei, dessen Trikot er als begeisterter Amateur bei zahlreichen Straßen- und Rundstreckenrennen trug. Als 1967 aus dem RC Kleeblatt und dem „RV 08 Fürth“ der „RSC Fürth“ entstand, zählte Gerhard Martin zu den Gründungsmitgliedern. Nach dem Ende seiner sportlichen Einsätze sorgte Gerhard Martin zusammen mit dem langjährigen 1. Vorsitzenden Ernst Feigl, dem unvergessenen Rüdiger von Frankenberg und mit dem derzeitigen RSC–Chef Bernd Hilpert Jahr für jahr unermüdlich dafür, dass sich beim RSC die Räder drehten. In der Vorstandschaft, als Trainer, Sportleiter, Berater und Betreuer war Gerhard Martin stets eine der wichtigsten und zuverlässigsten Stützten des Vereins. Fürther Spitzenfahrer, wie der deutsche Cross-Vizemeister Günther Nitsche, der mehrfache deutsche Jugend- und Junioren-Meister Klaus Pöhlmann, später die Gebrüder Kröniger und Markus Vogl erkämpften unter Martins Regie eine stattliche Anzahl von Erfolgen!
Neben seinem Einsatz für den RSC Fürth hatte Gerhard Martin auch immer die Entwicklung des gesamten fränkischen Radsports im Blick: 1973 war er Gründungsmitglied der „RSG-Paintco-Franken“, aus der später die erfolgreiche „RSG Nürnberg“ und danach die Profi-Mannschaft TEAM NÜRNBERGER hervorging. In den 1980er-Jahren sorgte Gerhard Martin dafür, dass in der damals neu eingeführten Rad-Bundesliga auch ein „Team Franken“ vertreten war, bei dem er als Sportleiter fungierte. Auch Bayerns derzeit einziges Kontinental-Team „Heizomat“, das heuer in seine 15. Saison startet, hat Gerhard Martin viel zu verdanken. „ Gerhard war von der ersten Stunde an unermüdlich für unsere Fahrer und das Team im Einsatz“, lobt Teamchef Markus Schleicher den Fürther Radsportidealisten, ohne den der alljährliche „Frühjahrs-Preis“ des RSC Fürth kaum vorstellbar wäre. Auch hier zählte Gerhard Martin ab der ersten Austragung 1967 bei der Planung, Vorbereitung und der gesamten Organisation zum harten Kern. Bis heute fasziniert Gerhard Martin vor allem der Strassen-Rennsport , den er in allen seinen Bereichen begeistert unterstützte - acht Jahre lang als Straßenfachwart des Bayerischen Radsport-Verbandes. Für die damaligen Verbandstrainer Mario Kummer und Albert Rinn war Gerhard Martin ein kompetenter und zuverlässiger Partner. „ Am meisten freue ich mich noch immer über Erfolge unserer bayerischen Junioren und Jugendfahrer“, sagt der Jubilar, der am 24. April in Cadolzburg vor allem die Nachwuchstalente gut im Auge behalten und begeistert anfeuern wird.

Manfred M a r r

G. Martin Fürther Radsport-Urgestein