Maipreis der Steher 2010

Timo Scholz (Leipzig) gewann den „Mai-Preis der Steher“ souverän

Neulinge Christoph Schwerdt und Frank Schwarz überraschten

Sieger Timo Scholz

Reichelsdorfer Keller - Mit einem verdienten Sieg des zweifachen Europameisters Timo Scholz endete am Sonntag der „Mai-Preis“ der Steher auf der Reichelsdorfer 400m-Piste. Der 39-järhige Leipziger, der hinter dem Berliner Schrittmacher Karsten Podlesch fuhr, war im „Großen Finale“ über 100 Runden /40km nicht zu bremsen. Scholz, der wie entfesselt seine schnellen Runden drehte, gewann in 34:30 Min. vor dem überraschend stark fahrenden Berliner Florian Fernow (Schrittmacher K. Podlesch), der als einziger der acht Finalisten den schnellen Endlauf rundengleich mit Scholz beendete. Auf den weiteren Plätzen folgten Ronny Freiesleben (Torgau), mit einer Runde und Ondrej Zelinka (Prag) mit zwei Runden Rückstand.

Mehr erhofft hatte sich vom fränkischen Auftakt Lokalmatador Mario Vonhof (TK Schwabach), der im ersten Vorlauf noch Platz zwei hinter dem Schweizer Meister Peter Jörg belegte. Im „Großen Finale“, dass die Bestplatzierten über 100 Runden/ 40km fuhren, verfehlte Mario Vonhof seinen angepeilten Podiumsplatz. Hinter dem tschechischen Meister Ondrej Zelinka kam der Schwabacher hinter Schrittmacher Dieter Durst mit drei Rückstandsrunden als Fünfter ins Ziel. „ Ich hatte die vorletzte Startposition gelost und musste viermal ganz energisch kämpfen um Plätze gut zu machen und das tat bei dem starken Wind enorm weh“, erklärte Mario Vonhof nach dem Rennen. Dabei erging es Mario Vonhof ähnlich wie den Mitfavoriten Peter Jörg (Zürich) und Phillip Klein (Erfurt) die mit drei bzw. vier Runden Rückstand nur die Plätze sechs und sieben belegten. Gar nicht in Schwung kam Ex-Meister Jan-Eric Schwarzer (Brackwede), der nach 46 Runden mit einem Defekt vorzeitig ausstieg. Mario Vonhof war von seiner Platzierung zwar etwas enttäuscht, doch insgesamt nicht unzufrieden: „ Sicher wäre ich gerne auf einen Podiumsplatz gefahren, doch dass es nun nicht geklappt hat ist kein Beinbruch. Ich bin mit meiner Vorbereitung auf die DM und EM gut im Plan“, versicherte der amtierende Stehermeister, der an Pfingsten in Forst startet und in den folgenden Wochen in Hannover und Bielefeld.

Christoph Schwerdt

Mehr als zufrieden durfte am Sonntag Christoph Schwerdt (Marin-Team /VfR Herpersdorf) sein, der ebenso wie sein junger Schrittmacher Frank Schwarz (RC Wendelstein) sein erstes Steherrennen fuhr und dabei auf Anhieb den großen Endlauf erreichte! „Christoph zeigt großen Ehrgeiz, er bringt gute Kondition von den Straßenrennen mit und er sitzt bereits recht gut auf der Stehermaschine“, lobte Schrittmacher-Legende Dieter Durst den 25-jährigen Steherneuling aus Wolkersdorf. Auch Frank Schwarz, der sich als Schrittmacher-Neuling erstaunlich schnell und gut zurechtfindet, erhielt viel Lob. Man darf gespannt sein, wie sich dieses junge fränkische Gespann im harten Stehersport weiter entwickelt! Auf „Nummer sicher“ ging am Sonntag Sebastian Körber. Der vielseitige Allrounder des AAN-Racing-Teams Wendelstein schonte seine Kräfte im ersten Vorlauf, den er auf einen sehr bescheidenen sechsten Platz beendete. Im „Kleinen Finale“ deckte er dann die Karten auf: Hinter seinem Schwabacher Schrittmacher Rudolf Pühringer bestimmte Körber klar den Rennverlauf und ließ der Konkurrenz keine Chance. Körber/Pühringer gewannen nach 75 Runden /30km sicher vor Andreas Hildebrandt aus Herford (mit Rellensmann) und Patrick Wolfrum( Peitz/ mit Dippel).