Auch in dieser Saison...

1. Steherrennen 1912

...wieder ein umfangreiches Bahnprogramm

Nach über 100 Jahren Steher-Training jetzt nur ab 19.00 Uhr und nur 90 Minuten erlaubt

Reichelsdorfer Keller – Vorab die gute Nachricht für Frankens Radsportfans: Auf der schnellen 400m-Piste am Reichelsdorfer Keller wird in den kommenden Wochen ein noch interessanteres und umfangreicheres Pogramm als in den vergangenen Jahren geboten! „Wir werden die älteste Sportanlage Frankens am Reichelsdorfer Keller gemeinsam mit dem Radsport-Bezirk Mittelfranken, mit allen Vereinen der Region und mit dem Verein-Sportplatz, der die Bahn verwaltet, in dieser Saison noch optimaler als bisher nutzen“, verspricht der neue Bahnfachwart Bernhard Wächter vom RC Wendelstein. Der einstige Vize-Europa-Meister und Nationalfahrer der Junioren will den Bahnrennsport noch gezielter fördern und forcieren. „Dazu gehören die traditionellen Abendrennen, die jeden Mittwoch ab 18.00 Uhr stattfinden, ebenso wie das regelmäßige zusätzliche Training der Vereine am Montagabend“, sagt Bernhard Wächter, der interessierten sportlichen Radfreaks künftig auch eine persönliche Testfahrt auf der Betonpiste empfiehlt. „Wer sich bei uns meldet und sein Leistungsvermögen mal auf einer Rennbahn testen möchte, soll dazu auch Gelegenheit bekommen“, erklärt Wächter, der bei Bedarf auch gerne mit einer geliehenen Bahnmaschine aushelfen wird. „Dabei sind diese Versuchsfahrten selbstverständlich über den Landes-Sportverband versichert“, betont Bernhard Wächter, der dabei auch auf die erfreuliche gute Verbindung zum Schulsport hinweist: „Wie im Vorjahr werden wir auch in diesem Jahr wieder Vereinbarungen mit Schulen treffen und Möglichkeiten schaffen, dass der Radsport am Reichelsdorfer Keller noch häufiger als Schulsport ausgeübt werden kann. Enger als bisher will Bernhard Wächter auch mit den Radrennbahnen in Augsburg und in Niederpöring zusammenarbeiten: „Davon profitieren schließlich alle drei Pisten und deren Veranstalter“. Zu den diesjährigen Mittwochabendrennen, die am 13. Mai beginnen, erwartet Bernhard Wächter neben den Aktiven aus dem Großraum Nürnberg auch Teilnehmer aus Ansbach, Lauf, Neumarkt, Strullendorf und von einigen oberbayerischen Vereinen.



Steherfans kommen auf ihre Kosten - allerdings Ärger mit neuen Trainingsauflagen
Auch die vielen treuen Fans des Stehersports dürfen sich auf eine außergewöhnliche Saison freuen. Nach einem gut besuchten Lehrgang für Schrittmacher, der im Herbst am Keller stattfand, stehen nun ausreichend viele Schrittmacher zur Verfügung, die mit Steher-Neulingen Rennerfahrung sammeln wollen. „Diese Möglichkeit hat uns in den letzten Jahren gefehlt. Nun können wir auch bei den Mittwochabendrennen wieder Trainingsläufe für Steher durchführen. Damit schaffen wir optimale Voraussetzungen, für unseren Stehernachwuchs“, sagt Bahnchef Andreas Zentara, der die Fans zum Auftaktrennen einlädt. „Wir haben am 16. Mai insgesamt 18 Gespanne am Start, die wir zwei Vorläufe, einen kleinen und einen großen Endlauf fahren lassen. Das wird ein echter Leckerbissen für die Fans“, verspricht Sportleiter Horst Brom, der neben zahlreichen Steherneulingen auch die bekannten Steher-Asse an den Start bringt. Nach seinem zweiten Platz beim Auftaktrennen in Heidenau“ ist der deutsche Stehermeister Mario Vonhof mit seinem Stammschrittmacher Dieter Durst einer der Topfavoriten. „Mein Ziel ist eine erfolgreiche Titelverteidigung und der EM-Titel, der mir noch in meiner Sammlung fehlt“, sagt der Schwabacher Rad-Profi entschlossen.

Bei aller Freude über die erfolgreiche Forcierung des Bahn- und Stehersports „am Keller“ gibt es nun jedoch auch einen Punkt, der die Radsportler und deren Fans sehr verärgert: Die amtlichen Auflagen, der Stadt wurden erneut verschärft. In einem inzwischen acht Seiten langen Schreiben steht unter anderem, dass das Training mit Schrittmachermotoren auf der Piste künftig nur noch von 19.00 Uhr bis 20.30 Uhr erlaubt ist. Das heißt, das künftig nicht mehr, wie seit Jahrzehnten üblich und für die Sportler günstig, auch zwischen 16.00 und 19.00 trainiert werden darf. Beim „Verein-Sportplatz“, der die Rennbahn 1903 in einem unbebauten Waldgelände weit vor den Toren der Stadt erbaute, eine Einschränkung, die man nur zähneknirschend akzeptiert: „Mehr als 100 Jahre lang hat das Training mit Schrittmachermotoren, die früher noch wesentlich lauter waren, zu keiner Zeit gestört. Wer in eine Wohnung nahe der Radrennbahn zog oder daneben baute, der wusste auch, dass dort seit Jahrzehnten die Steher trainierten und ihre Rennen fuhren. Für die nun immer umfangreicheren Lärmschutz-Einschränkungen der Behörden haben wir deshalb wenig Verständnis!“

1. Steherrennen 1912

Steherfans kommen auf ihre Kosten - allerdings Ärger mit neuen Trainingsauflagen
Auch die vielen treuen Fans des Stehersports dürfen sich auf eine außergewöhnliche Saison freuen. Nach einem gut besuchten Lehrgang für Schrittmacher, der im Herbst am Keller stattfand, stehen nun ausreichend viele Schrittmacher zur Verfügung, die mit Steher-Neulingen Rennerfahrung sammeln wollen. „Diese Möglichkeit hat uns in den letzten Jahren gefehlt. Nun können wir auch bei den Mittwochabendrennen wieder Trainingsläufe für Steher durchführen. Damit schaffen wir optimale Voraussetzungen, für unseren Stehernachwuchs“, sagt Bahnchef Andreas Zentara, der die Fans zum Auftaktrennen einlädt. „Wir haben am 16. Mai insgesamt 18 Gespanne am Start, die wir zwei Vorläufe, einen kleinen und einen großen Endlauf fahren lassen. Das wird ein echter Leckerbissen für die Fans“, verspricht Sportleiter Horst Brom, der neben zahlreichen Steherneulingen auch die bekannten Steher-Asse an den Start bringt. Nach seinem zweiten Platz beim Auftaktrennen in Heidenau“ ist der deutsche Stehermeister Mario Vonhof mit seinem Stammschrittmacher Dieter Durst einer der Topfavoriten. „Mein Ziel ist eine erfolgreiche Titelverteidigung und der EM-Titel, der mir noch in meiner Sammlung fehlt“, sagt der Schwabacher Rad-Profi entschlossen.

Bei aller Freude über die erfolgreiche Forcierung des Bahn- und Stehersports „am Keller“ gibt es nun jedoch auch einen Punkt, der die Radsportler und deren Fans sehr verärgert: Die amtlichen Auflagen, der Stadt wurden erneut verschärft. In einem inzwischen acht Seiten langen Schreiben steht unter anderem, dass das Training mit Schrittmachermotoren auf der Piste künftig nur noch von 19.00 Uhr bis 20.30 Uhr erlaubt ist. Das heißt, das künftig nicht mehr, wie seit Jahrzehnten üblich und für die Sportler günstig, auch zwischen 16.00 und 19.00 trainiert werden darf. Beim „Verein-Sportplatz“, der die Rennbahn 1903 in einem unbebauten Waldgelände weit vor den Toren der Stadt erbaute, eine Einschränkung, die man nur zähneknirschend akzeptiert: „Mehr als 100 Jahre lang hat das Training mit Schrittmachermotoren, die früher noch wesentlich lauter waren, zu keiner Zeit gestört. Wer in eine Wohnung nahe der Radrennbahn zog oder daneben baute, der wusste auch, dass dort seit Jahrzehnten die Steher trainierten und ihre Rennen fuhren. Für die nun immer umfangreicheren Lärmschutz-Einschränkungen der Behörden haben wir deshalb wenig Verständnis!“